Besuch in der Alsberg-Kaserne

Die Kommandeurin des Lazarettregiments 21 „Westerwald“, Oberfeldarzt Ivonne Neuhoff, und der Kompaniechef des 3./LazRgt 21, Hauptmann Olaf Lemmer, begrüßten die Bürgermeisterkandidaten Patrik Heene (Verbandsgemeinde) und Raimund Scharwat (Stadt) sowie ihre Begleiter in der Alsberg-Kaserne.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen im 2012 übergebenen „Triogebäude“ lernten sich Soldaten und Zivilisten kennen und tauschten Erfahrungen aus. Anschließend informierte Oberfeldarzt Neuhoff über die Aufgaben des LazRgt 21 in der Alsberg-Kaserne und im Einsatz.

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In Afghanistan ist das Regiment im Rahmen des ISAF-Kontingents Leitverband der sanitätsdienstlichen Kräfte, was eine große Herausforderung bedeutet. Bis Juli 2014 wird das Kontingent reduziert auf ca. 130 Personen aus Rennerod. Voraussichtlich gibt es bis November 2014 eine weitere Reduzierung auf etwa 75 Soldatinnen und Soldaten.

In der Alsberg-Kaserne werden Sanitäter in einer „Ausbildung zum Einsatz“ auf ihren Dienst vorbereitet. Dafür steht verschiedenes Gerät zur Verfügung, zu dem unter anderem Funktionscontainer, aus denen mobile Krankenhäuser für den weltweiten Einsatz zusammengestellt werden, gehören. Außerdem verfügt das Regiment über mehrere Mowag Eagle IV BAT, von denen ein Fahrzeug zurzeit in Rennerod zu Ausbildungszwecken vor Ort ist. Mit dem Eagle verfügt der Sanitätsdienst über ein modernes Fahrzeug, das zum geschützten Verwundetentransport verwendet wird. Die Abkürzung BAT bedeutet „beweglicher Arzttrupp“.

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Zum 01.07.2015 wird das Lazarettregiment 21 in das neu gebildete Sanitätsregiment 2 integriert, dessen Führung in Rennerod sein wird. Das bedeutet, dass ca. 50-60 Soldaten mehr in Rennerod stationiert werden. Mit dieser Entwicklung scheint der Standort Rennerod bis auf Weiteres gesichert.
Die Umstrukturierung dahin hat bereits begonnen, weshalb immer weniger Mannschaftsdienstgrade in Rennerod stationiert sind. Da aber die Ausbildung der benötigten Fachkräfte einige Zeit dauert, gibt es inzwischen hin und wieder Personalengpässe.

Neben diesen fachspezifischen Themen ging es im Gespräch auch um soziale Fragen und die Integration in die Zivilgesellschaft am Standort.
Oberfeldarzt Neuhoff erklärte, dass es bereits familienfreundliche Strukturen bei der Bundeswehr gibt. Es wird, auch in Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort, einiges möglich gemacht. Zum Beispiel besucht ein Kind eines Soldaten aus dem Raum Koblenz die Renneroder Kindertagesstätte „Falterswiese“. Allerdings lässt es sich aufgrund des Berufsbildes der Soldaten niemals ganz umsetzen, die familiären Belange optimal zu regeln. Es wird immer wieder schwierige Fälle geben.
Umso wichtiger ist dabei die Verbindung zwischen Kaserne und Standort. Patrik Heene betonte: „Wir wollen, dass die Soldatinnen und Soldaten sich bei uns wohl fühlen.“

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Das Lazarettregiment unternimmt auch in diesem Jahr wieder einige Anstrengungen, um in der Region präsent zu sein und die Akzeptanz des Standorts zu fördern. So nimmt die Alsberg-Kaserne zum Beispiel als „Unternehmen Bundeswehr“ am Unternehmertag der Realschule plus teil.
Am 24.05.2014 findet ein Tag der offenen Tür statt, zu dem die ganze Bevölkerung der Umgebung herzlich eingeladen ist. Die im letzten Jahr beschlossene Patenschaft des Westerwaldkreises für das gesamte Lazarettregiment wird beim Tag der offenen Tür mit einem kleinen Appell beurkundet.
Schon seit 25 Jahren ist die dritte Kompanie des Lazarettregiments die Patenkompanie der Stadt Rennerod.

Im Zivilleben sagt man „Tschüss“ oder „Auf Wiedersehn“. In der Alsberg-Kaserne heißt es bei der dritten Kompanie „3. Kompanie – ein Team“ und im Lazarettregiment „Gemeinsam – stark!“ In diesem Sinne gilt Oberfeldarzt Neuhoff und den Gastgebern aus der Alsberg-Kaserne ein herzliches Dankeschön für einen spannenden und informativen Nachmittag: „Gemeinsam – stark!“

Einen interessanten Bericht über die Arbeit des Lazarettregiments 21 gibt es auf YouTube:

Bericht: Uwe Hermann

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