Bildungs- und Schulpolitik

Zu den wichtigen Investitionen gehören in der Verbandsgemeinde Rennerod nach meiner Meinung flächendeckend die Ganztagsschulen im Grundschulbereich. Momentan haben wir die Grundschulen Hellenhahn-Schellenberg, Irmtraut und die Lasterbachschule als Grundschule mit Nachmittagsbetreuung integriert. Dort wird nach der Schule ein Angebot bestehend aus Mittagsessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebot durch Honorarkräfte aus dem Elternbereich angeboten.

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Übergangsweise läuft das in der Grundschule Rennerod ähnlich. Die Kinder bekommen nach der Schule ein Mittagessen im städtischen „Haus der Begegnung“. Anschließend findet gestaffelt eine Betreuung der Kinder bis 16.00 Uhr statt. Auch diese wird von Honorarkräften aus dem Elternbereich durchgeführt. Die „Steinsberg-Schule“ wird gerade für ca. 1,8 Millionen Euro zu einer zentralen Ganztagsschule für die Verbandsgemeinde Rennerod umgebaut und renoviert.

Die Schulleitung in Rennerod hat jetzt als erste Schule in der Verbandgemeinde ein Konzept für eine Ganztagsschule erarbeitet welches dem Schulamt zur Besprechung und Genehmigung vorliegt. Dort soll, wie in vielen Schulen in unserem Land schon lange üblich, der Nachmittagsunterricht inkl. Hausaufgabenbetreuung und individuelle Förderung unserer Kinder in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften durch Lehrkräfte und qualifizierte Honorarkräfte vermittelt werden.

Ein richtiger Schritt, der nach meiner Meinung in der Verbandsgemeinde Rennerod zu spät eingeschlagen wurde. Noch immer gibt es Schulen, die sich nach wie vor sträuben Ganztagsschule zu werden und somit vielen Schüler vor Ort ein besseres Bildungsangebot verweigern. Es gibt, und davor dürfen wir unsere Augen nicht verschließen, Kinder die ohne Schulbrot in die Schule kommen und es gibt viele Kinder auf die zu Hause keine warme Mahlzeit wartet wenn sie nach Hause kommen. Kinder, die schon wenige Minuten später wieder auf der Straße laufen, ohne dass sich ihre Eltern die Zeit genommen haben, die Hausaufgaben zu kontrollieren. Mit dem Ganztagsschulangebot geben wir diesen Kindern einen besseren Zugang zur Bildung und stellen zukünftig unserem Arbeitsmarkt ausgebildete junge Menschen mit qualifiziertem Schulabschluss zur Verfügung. Übrigens eine Forderung unserer Industrie- und Handwerksbetriebe. Viele unserer heimischen Industrie- und Handwerksbetriebe würden gerne jungen Menschen eine Ausbildungschance geben, beklagen aber das Fehlen geeigneten Nachwuchses mit Schulabschluss/Qualifikation.

Als wichtiger Nebeneffekt entlasten wir zusätzlich unsere sozialen Kassen der Zukunft. Ausgebildete Schüler stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und nicht beim Arbeitsamt in der Schlange.

Unverständlich für mich, dass man in der Verbandsgemeinde Rennerod den Bedarf gesehen hat alle unsere kommunalen Kindergärten mit viel Geld zu Ganztagskindergärten auszubauen und schon ein Lebensjahr weiter endet dieses Angebot. Hier fehlt ein durchgängiges Konzept.

So sind wir kein verlässlicher Partner unserer berufstätigen Familien. Wir müssen uns nicht wundern, wenn junge Menschen die Beruf und Familie miteinander verbinden möchten, auf Regionen ausweichen, in denen gute Arbeitsplätze vorhanden und parallel eine qualifizierte Betreuung der Kinder in unseren Kindergärten und Schulen erfolgt. Noch immer schwelgt da unsere heimische CDU in Phantasien. Gedanken und Wörter wie „früher“, Betreuung durch Großfamilie, „Mütter nicht berufstätig“ entbehren jedem Bezug zur Realität.

Verwaltung

patrikimbueroDie Verbandsgemeindeverwaltung ist umgangssprachlich die „Schreibstube“ der Gemeinden.

Im Rahmen der Verwaltungsreform 1972 schlossen sich unsere 23 Ortsgemeinden zur Verbandsgemeinde Rennerod zusammen.

Ziel war es damals, Fachwissen in verschiedenen Fachabteilungen zu bündeln um schnell und effizient die anfallenden Arbeiten für die Gemeinden und deren Ortsbürgermeister zu erledigen. Jeder Ortsbürgermeister muss mit seinen Anliegen und Problemen in die Fachabteilung kommen können. Die Fachabteilungen müssen sich der Probleme annehmen, Lösungsvorschläge erarbeiten und nach Beschlussfassung auch umsetzen. Das erwartet man von einer modernen Verwaltung.

Und was für den Ortsbürgermeister zutrifft, trifft natürlich schon längst für den Bürger unserer Gemeinden zu. Wir müssen wissen, dass die Bürger nicht Bittsteller sind, sondern die Arbeitsplätze unserer Verwaltung mit den Anliegen der Bürger verknüpft sind.

Das „Dienen“ und nicht das „Verwalten“ des Bürgers ist unsere Aufgabe. Dessen muss sich jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin bewusst sein.

Die Tafel im Eingangsbereich des Rathauses: „Wir sind gerne für Sie da“ darf auch weiterhin keine leere Phrase sein.

Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen. Dienstleistungsunternehmen, wie wir sie kennen, haben aber andere Öffnungszeiten als unsere Verbandsgemeindeverwaltung. Man muss hinterfragen dürfen, ob wir uns nicht auch den gesellschaftlichen Gegebenheiten anpassen müssen. Ist es ggf. notwendig an einem Samstag im Monat die Verbandsgemeinde für den Bürger zu öffnen? Oder reicht es, analog zu unseren Banken, einen zweiten Dienstleistungsabend einzurichten? Fragen und Gedanken mit denen wir uns offen auseinandersetzen müssen, und wenn es unseren Bürgern hilft, auch dann umsetzen werden.

Ansiedlung von Gewerbetreibenden

Wir müssen uns bemühen ansiedlungswillige Unternehmen von dem Standort „Hoher Westerwald“ zu überzeugen. Dies gelingt uns durch Verbesserung unserer Infrastruktur und hier besonders der verkehrstechnischen Anbindung. Dabei ist es wichtig, dass wir in den nächsten Jahren zwingend die Verkehrsanbindung zu wichtigen Knotenpunkten verbessern. Vor allem muss auf den weiterführenden Ausbau der B 255 vom „Hahner Stock“ an sowie auf die Umgehung der Stadt Rennerod gedrängt werden.

Wichtig ist auch, dass wir den Arbeitnehmern dieser umsiedlungswilligen Unternehmen günstigen Wohnraum und Bauplätze in unseren Gemeinden zur Verfügung stellen.

Nur wenn das Gesamtpaket, gute und schnelle Verkehrsanbindung, interessante bezahlbare Gewerbegebiete, günstigen Wohnraum, bezahlbare Bauplätze in unseren Gemeinden, gute Betreuungsangebote für Vorschulkinder sowie ein vielseitiges Bildungsangebot unserer Schulen beinhaltet wird unsere Verbandsgemeinde für die Ansiedlung Gewerbewilliger interessant sein.

Bei der Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe sollten wir auch darauf achten, dass wir eine Vielzahl von Konsumgütern für unsere Bevölkerung abdecken, damit wir den Menschen die Möglichkeit geben, ihre Bedürfnisse in unseren Gemeinden zu befriedigen. Dies verhindert den Abfluss der Kaufkraft in andere Regionen und stärkt wiederum unsere Gewerbetreibenden und damit verbunden unsere Gemeinden.

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Diese wichtigen, eigentlich selbstverständlichen Gegebenheiten sind aber nicht nur für die Ansiedlung Gewerbetreibender wichtig sondern verhindert ebenfalls die Abwanderung unserer Kinder aus unserer Heimat. In einer Zeit in denen wir von Rückgang der Bevölkerung, Überalterung der Gesellschaft und Stadtflucht sprechen müssen gerade wir in der ländlichen Region den Städten und Gemeinden einen Schritt voraus sein. Wer glaubt, dass wir die jungen Menschen nur mit unserem Marke „Natur“ an unsere Heimat binden irrt schwerwiegend.

Finanzen

Eine gut funktionierende Verwaltung muss das nötige Equipment und das nötige Knowhow haben. Grundvoraussetzung dafür ist die finanzielle Ausstattung der Verbandsgemeinde.

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Nach wie vor ist eine gute finanzielle Rücklage der Verbandsgemeinde der Weg für weitere schuldenfreie Investitionen. Wir sind als Mitarbeiter und als Einwohner stolz darauf, dass in unserem Wortschatz Wörter wie Kreditaufnahme, Kassenkredite und Schulden keinen Platz haben. Das war in der Vergangenheit so und das wird auch in Zukunft unter dem SPD-Bürgermeister so bleiben. Wir wollen auch zukünftig in der Lage sein wichtige und sinnvolle Investitionen ohne Kreditaufnahme zu meistern.

Wir wissen unsere finanziellen Rücklagen sind Gelder unserer Gemeinden. Es gilt stets die finanzielle Situation unserer Gemeinden zu beachten. Es muss kritisch hinterfragt werden ob die Verbandsgemeinde ca. 4,5 Millionen Rücklage vorhalten muss oder ob sie zur Erfüllung der Aufgaben die Rücklagen auch reduzieren kann.

Wichtig ist, dass wir in Zukunft, wie auch in der Vergangenheit, als Solidargemeinschaft auftreten und den eingeschlagenen Weg nicht verlassen.

Mit einer Verbandsgemeindeumlage von 30,5 % lagen wir Ende 2012 im Landesvergleich von 168 Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz an 8. Stelle. Dies bietet unseren Ortsgemeinden seit vielen Jahren eine wichtige finanzielle Planungssicherheit.

Das Verhältnis zwischen unseren Ortsgemeinden und insbesondere mit unseren Ortsbürgermeistern ist außergewöhnlich gut und von Vertrauen geprägt. Diese gute Zusammenarbeit gilt es weiter zu vertiefen und auch die neu hinzukommenden Ortsbürgermeister schnell zu integrieren.

Förderung des Brandschutzes

Der Brandschutz ist eine elementare Pflichtaufgabe der Verbandsgemeinde. Die Verbandsgemeinde Rennerod hat in den letzten Jahrzehnten sehr viel Geld in ihre Wehren investiert und damit verbunden in die Sicherheit unserer Bevölkerung. Nach und nach haben wir unsere Wehren mit neuen Feuerwehrgerätehäusern ausgestattet bzw. der Ausbau und die Sanierung maroder Feuerwehrgerätehäuser finanziell unterstützt. In vielen, vielen Stunden haben die Feuerwehrkameraden vor Ort manche Arbeit in Eigenleistung erledigt um ihren Wunsch nach einem adäquaten Feuerwehrgerätehaus zu erfüllen. Dies ist sehr lobenswert, zeigt es doch wie stark die Kameradinnen und Kameraden hinter ihrem Verein, hinter ihrer Feuerwehr stehen.

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445 männliche sowie 55 weibliche Wehrleute leisten ihren Dienst vor Ort zum Wohle unserer Bürger. So haben unsere Kameraden im Jahr 2012 ca. 2200 Einsatzstunden (Übungen, Wartungsstunden, Fortbildung) geleistet. Zu 83 Einsätzen, davon alleine 34 Brandfälle müssten unsere Wehren im vergangenen Jahr ausrücken. Alleine an der Anzahl der Brandfälle sieht man wie wichtig unsere Feuerwehren in unserer Verbandsgemeinde sind. Zusätzlich werden Sie ihrer Rolle als Ersthelfer gerade bei schweren Verkehrsunfällen gerecht. Dort wo Minuten über Leben und Tod entscheiden leisten sie in Verbindung mit Roten Kreuz und unserer Polizei lebensrettende Arbeit. Es muss uns gelingen durch einen technisch hohen Qualitätsstand Menschen zu motivieren sich in ihrer Freizeit weiterzubilden und somit auch in Zukunft den hohen Ausbildungsstand unserer Feuerwehren zu erhalten.

Dort ist die Zusammenarbeit zwischen dem Wehrleiter und der Verbandsgemeinde gefragt. Seit Jahren findet hier ein vertrauensvoller Ausstauch zwischen Praxis und Theorie statt. In jedem Haushaltsplan finden wir daraufhin Jahr für Jahr notwendige Ergänzungen im Kfz- und Materialbereich. Eine harmonische Zusammenarbeit, von der in den letzten Jahren alle Wehren profitiert haben. Das ist lobenswert und muss so fortgesetzt werden.

Eine ganz wichtige Rolle spielt hierbei die Nachwuchsförderung. In 15 Jugendfeuerwehren werden 35 Mädchen und 116 Jungen auf die aktive Zeit in der Feuerwehr vorbereitet. Diese tolle und ungemein wichtige Jugendarbeit muss von Seiten der Verbandsgemeinde unterstützt werden. Sichert sie doch den Bestand unserer Wehren und somit die Sicherheit unserer Bevölkerung in der nahen Zukunft.

Wir müssen unsere Feuerwehren in den Ortsgemeinden stärken und uns mit allem Handeln für deren Erhalt einsetzen. Das Wort „flächendeckender Brandschutz“ darf keine abgedroschenen Phrase sein sondern ein ernstgemeintes Vorhaben. Damit halten wir die Hilfsfristen so gering wie möglich und stellen schnelle, lebensrettende Hilfe sicher.

Die Feuerwehr macht aber nicht nur der Dienst am Menschen so wertvoll. In der Feuerwehr vereinen sich Menschen die Gemeinschaft vor leben. Bei vielen öffentlichen Veranstaltungen wie Karneval, St. Martin oder Straßenfesten bringen sie sich in unsere Gesellschaft ein und verrichten ehrenamtliche Arbeit in den Gemeinden.

Wir wissen, dass wir Jahr für Jahr sehr viel Geld in unserem Haushaltsplan für die Ausstattung und Ausbildung unserer Wehren zur Verfügung stellen. Eine sinnvolle, gar unverzichtbare Investition in die Sicherheit unserer Bürger. Dieser eingeschlagene Weg darf auch in Zukunft nicht verlassen werden.

Ausbau der Jugendarbeit

Die Verbandsgemeinde Rennerod beteiligt sich finanziell an der Jugendarbeit im „Haus der Familie“ der Stadt Rennerod. Dies ist wichtiger Bestandteil unserer Jugendarbeit. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Einen Antrag der Renneröder SPD nach einem zweiten Jugendpfleger, der sich um die Belange der Jugendlichen in den Gemeinden kümmert, wurde mit CDU-Mehrheit abgelehnt.

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Stattdessen hat die Verbandsgemeinde Rennerod 10.000,– € für die Jugendarbeit in 23 Ortsgemeinden zur Verfügung gestellt. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Mit diesem Betrag soll ehrenamtliche Jugendarbeit in den Gemeinden gefördert werden. Die CDU weiß, dass die Vereine die Jugendarbeit in den Gemeinden übernehmen. Das stimmt. Die Vereine und viele von uns leisten enorme Jugendarbeit. Aber man darf nicht glauben dass ureigene staatliche und kommunale Aufgaben immer wieder durch ehrenamtliche Tätigkeiten ersetzt werden können. Man darf das Ehrenamt nicht überstrapazieren und die Vereine vor Ort alleine lassen.

Auch in unseren Gemeinden wachsen Kinder in sozial benachteiligten Familien auf und haben oftmals nicht die Möglichkeit, sich so zu entwickeln wie andere gleichaltrige Kinder. Oftmals bringen Eltern ihre Kinder schon gar nicht in Vereine weil sie den Beitrag scheuen oder die mit der Ausbildung verbundenen Kosten (Schuhe, Schläger, Instrumente, Ausbildungsstunden) nicht aufbringen können.

Was uns fehlt ist jemand, der in enger Zusammenarbeit mit den Schulen, die Kinder in unseren Gemeinden betreut, frühzeitig Konfliktpotential erkennt und gegensteuert.

Diese Aufgabe und Arbeit kann kein Jugendraum in einer Gemeinde erfüllen.

In vielen Gemeinden sind sich die Jugendlichen in diesen Räumen selbst überlassen.

Aufgrund dieser Situation sind viele dieser Räume in den letzten Jahren aufgrund von Lärmbelästigung, Verschmutzung und Drogenkonsum schon wieder geschlossen worden. Ein Einwand der Bürgermeister in fast allen Gemeinden gäbe es ja Jugendräume wirft die Frage auf in wie vielen der Gemeinden der Raum den Jugendlichen noch offen steht? Ich denke, nicht in vielen Gemeinden. Nach wie vor sitzen unsere Jugendlichen in den obligatorischen Bushäuschen begleitet von Alkohol und Nikotin und dann früh beginnend in der heimischen Gastronomie.

Wir benötigen eine Jugendarbeit die gezielt in Absprache mit den Bürgermeistern, Schulleitern und unserem Jobfux vor Ort einsetzt. Dafür mache ich mich stark.

Förderung des Tourismus

Tourismus ist eine Aufgabe die eigentlich den einzelnen Gemeinden obliegt aber im Einverständnis aller Gemeinden von der Verbandsgemeinde mitgetragen wird.

Seit sehr vielen Jahren wird in unserer Verbandsgemeinde aktiv Tourismusarbeit betrieben.

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Dabei wurden in den letzten Jahren ca. 300 km Wander- und Nordic-Walking-Wege in der VG Rennerod errichtet und beschildert.

Nicht zu vergessen läuft der Westerwaldsteig auf 22 km durch die Verbandsgemeinde Rennerod. Ein Steig der sich großer Beliebtheit erfreut und von Wanderfreunden aus nah und fern stark angenommen wird.

Nachholbedarf haben wir bei den Einkehrmöglichkeiten an den bestehenden Wanderrouten.

Dort möchte ich in der nächsten Legislaturperiode mit der heimischen Gastronomie ein Konzept erarbeiten das sowohl den Wanderfreunden wie auch unserer Gastronomie entgegen kommt.

Neben den Wanderfreunden müssen wir uns in Zukunft verstärkt der Gruppe der Fahrradfahrer zuwenden. Vor ca. 10 Jahren haben wir mit unseren hessischen Freunden den Radweg „Rund um den Knoten“ errichtet. Ein Radweg der sich großer Beliebtheit erfreut.

Das Radwegekonzept der VG Rennerod ist geplant und teilweise haben wir auch schon mit der Umsetzung begonnen. Seit Anfang 2012 sind etwa 50 km mit 135 Schilderstandorten nach HBR beschildert worden. Dort können und müssen wir uns in den nächsten Jahren von Mitbewerbern absetzen um die Ferienregion „Hoher Westerwald“ noch attraktiver für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen zu präsentieren.

Der Urlauber, der einmal bei uns zu Gast war muss Werbung für die „Marke“ Westerwald betreiben.

Viele Urlauber, die in unseren Hotels, Pesionen, Ferienwohnungen und klassifizierten Campingplätzen Urlaub machen, lassen ihre Kaufkraft in unserer Region. Immer wieder verweisen diese auf unsere tollen Seen, auf unsere herrliche Landschaft und ein gut ausgeschildertes Wander- und Radfahrernetz. Unsere Landschaft ist ein Gut, das uns gegeben wurde, auf das wir sehr gut aufpassen müssen.

Nicht nur die Planung neuer Wege und Strecken darf im Vordergrund stehen. Nein, viel wichtiger ist der Erhalt und die Pflege der vorhandenen Wander- und Fahrradwege.

Die Entwicklung unserer Ferienwohnungen stimmt uns froh und optimistisch. Hatten wir im Jahr 2002 nur 10 Ferienwohnungen im Raum der Verbandsgemeinde verzeichnet unsere Tourist Information zum heutigen Tag 25 Ferienwohnungen.

Mit dem Entschluss eine Tourist-Info in der Verbandsgemeinde Rennerod zu installieren sind wir sicher auf einem sehr guten Weg. Gute und nachhaltige Arbeit muss von Konzepten begleitet werden die von Mitarbeitern erstellt werden die eine touristische Ausbildung genossen haben. Dies ist bei uns der Fall.

Ich möchte, dass alle Gemeinden auch zukünftig das von Erfolg gezeichnete Konzept mittragen, und das Engagement mit der Tourist-Info verlängert wird.

Denn eines wollen wir nicht vergessen. Die Weiterentwicklung des Tourismus, das heißt u.a. der Ausbau und die Pflege von Rad- und Wanderwegen, bedeutet für jeden von uns eine Erhöhung der Lebensqualität und Lebensfreude.

Vereinsarbeit zur Förderung der Gemeinschaft

Die Vereine haben für die Menschen in unserer Verbandsgemeinde eine große Bedeutung. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres kulturellen und sozialen Lebens. Nirgends in unserer Gesellschaft werden soziale, kulturelle Barrieren so leicht überwunden wie beim gemeinsamen Miteinander. Hier zeigt sich wieder, wie wichtig die Arbeit unserer Vereine für unsere Gesellschaft ist. Ob sich die Vereine im sportlichen und kulturellen Bereich oder in der Brauchtumspflege engagieren ist für uns Bürger gleichsam wichtig, da jeder  Verein in seinem Bereich Lebensfreude und Lebensqualität erhöht.

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Unsere Kleinen werden schon in jungen Jahren altersgerecht ausgebildet. Dabei ist es ganz wichtig, dass man schon die Heranwachsenden sozial integriert und den Teamgeist stärkt. In der Integration junger Aus- und Übersiedlerkinder sehe ich eine ganz wichtige Aufgabe der Jugendarbeit.

In vielen unserer Vereine in der Verbandsgemeinde Rennerod funktioniert dies vorbildlich.

Aber nicht nur unsere Kinder sondern vor allem unsere Senioren haben in den letzten Jahren maßgeblich von den erweiterten  Angeboten der Vereine profitiert. Haben sich doch fast alle Vereine die zunehmende Verschiebung der Altersstruktur zu Herzen genommen und ihre Angebotspalette für die Senioren und Seniorinnen erweitert. Hier möchte ich die Turnvereine besonders erwähnen, die mit ihren speziellen Angeboten dafür sorgen, dass man auch im zunehmenden Alter aktiv Sport treiben kann.

Neben dem sportlichen Angebot ist die Geselligkeit, die man während und nach dem Sport pflegt, vor allem in einer Zeit, in der man immer öfter von sozialer Kälte und Vereinsamung in unserer Gesellschaft spricht, ein ganz entscheidender Aspekt. Ich sage allen Vereinen ein gutes Miteinander zu. Ich bin stolz und froh zu wissen, dass sich viele unserer Bürger in Vereinen organisieren. Wir brauchen die Vereine in unseren Gemeinden, damit wir noch sehr lange sagen dürfen: “Da ist Leben drin“.

Eine gemeinschaftliche Aufgabe von Verbandsgemeinde und den Ortsgemeinden ist es, die heimischen Sportvereine bei der Ausübung und Vermittlung ihrer  Ziele im Übungs- und Wettkampfbetrieb zu unterstützen. Dazu ist es wichtig, dass wir gemäß dem Sportförderungsgesetz allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Verbänden den kostenfreien Zugang zu den öffentlichen Sport-, Spiel- und Freizeitanlagen gewähren.

Diese kostenfreie Benutzung der Sport- und Spielstätten ermöglicht unseren Vereinen die öffentlichen sowie privaten Zuwendungen in die Ausbildung ihrer Mitglieder zu investieren.

Dies stellt eine wichtige finanzielle Planungssicherheit dar.

Denn, und da erzähle ich nichts Neues, unsere Vereine haben allesamt keinen großen finanziellen Spielraum. Und die Erwartungen in unsere Vereine sind groß. Vom Leistungssport bis hin zum Breitensport sollen alle Bedürfnisse abgedeckt werden.

Ein immer schwerer werdender Spagat zwischen Erwartungen der Mitglieder und Machbarem,  der den Vorständen alles abverlangt.

Hier an der Basis leisten Bürger und Bürgerinnen in ihrer Freizeit ehrenamtliche Vereins-, Jugend- und Seniorenarbeit. Eine Arbeit, die in unserer heutigen Zeit bei Weitem nicht mehr selbstverständlich ist.  Als Vorsitzender eines Vereins kann ich sagen, dass die Bereitschaft unter unseren Bürgern, sich für andere Menschen zu engagieren, immer mehr nachlässt. Wir müssen uns bewusst sein, dass das Vereinsleben ein ganz wichtiger Bestandteil  unserer Gesellschaft  ist. Hier wird von frühesten Beinen an soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Toleranz und Durchsetzungsvermögen gelehrt. Hier sind wir „alle“ angesprochen. Deshalb möchte ich Sie bitten, sich in den Vereinen einzubringen und diejenigen nicht alleine zu lassen, die sich engagieren.

Nur in einer gesunden, von der ehrenamtlichen Arbeit geprägten Gesellschaft werden wir Gemeinschaft, Glück und Zufriedenheit erleben.