Frischer Wind in Waigandshain

Frischer Wind in Waigandshain – Junge Firma übernimmt einen Teil des Fuhrländergeschäfts und das mit großem Erfolg. Bei der FWT („Friendly Wind Technology“) Waigandshain erlebten Patrik Heene und seine Begleiter einen ganz besonderen Firmenbesuch.

Die Geschäftsführer Bernd Gieseler und Dieter Lahr präsentierten in der neu eingerichteten Cafeteria das Profil und die bisherige Entwicklung der Firma. Zur Geschäftsführung gehören weiterhin Henning Zint und Riccardo Gava.
Die FWT in Waigandshain wurde im Januar 2013 gegründet. Sie arbeitet in drei Geschäftsbereichen: Handel, Service und Produktion. Bereits innerhalb des ersten Geschäftsjahres konnte die Belegschaft auf ca. 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht und ein positiver Abschluss erreicht werden. Die Geschäftsführer sehen sehr positiv in die Zukunft und erwarten eine stabile Entwicklung.

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Von links: Michael Gräb, Bernd Gieseler, Patrik Heene, Dieter Lahr, Hans-Jürgen Heene

Die Anfänge von FWT sind eng verbunden mit der Fuhrländer AG. Nach der Insolvenz der Fuhrländer AG waren Kunden und Lizenznehmer besorgt über die weitere Belieferung und den Kauf von Großkomponenten für Turbinen und Produktion, da die Zulieferung durch die Fuhrländer AG eingestellt wurde. Hier setzte der Geschäftsbereich Handel (FWT Trade) an, um ehemalige Lizenznehmer und Kunden von Fuhrländer zu beliefern.

Der Geschäftsbereich Service (FWT Service) bietet einen Hersteller-unabhängigen Service für Windkraftanlagen in aller Welt. Im Bereich der Wartung bietet FWT alles an, was Betreiber brauchen, u.a. Rotorblattservice, Getriebe-Endoskopie, Umrichter-Wartung, Turmkontrolle und einen Aufzugsservice. Des Weiteren können die Anlagen von Waigandshain aus überwacht werden. Die gewonnenen Messdaten bilden die Basis für eine frühzeitige Erkennung möglicher Fehler und geben Aufschluss über den aktuellen Zustand der Komponenten. Außerdem kann allein durch die korrekte Einstellung der Anlagen die Stromproduktion gesteigert werden. Bisher gibt es bereits Service-Stützpunkte in Polen, Belgien und Italien.

Seit Juni 2013 hat FWT auch mit der Produktion von Windkraftanlagen begonnen. Anfang August wurde die erste Windenergie-Anlage nach Süddeutschland ausgeliefert. Der Geschäftsbereich Produktion (FWT Production) fertigt Prototypen, Einzelanlagen und Kleinserien. Es werden die bewährten Fuhrländer-Anlagen der Leistungsklassen 1,5 MW, 2,0 MW und 2,5 MW, durch die FWT vermarktet. Geplant ist ebenso die Markteinführung der neuartigen Anlage mit 3,0 MW, die speziell für Binnenlandstandorte konzipiert ist, wie man sie im Westerwald findet.

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Blick von der Windkraftanlage über den Westerwald (links: Krombach-Talsperre)

Nach dem äußerst informativen Gespräch boten Bernd Gieseler und Dieter Lahr an, die Besucher auf eine der Windenergie-Anlagen zu bringen. Zwei Mitarbeiter der Firma nahmen sich Zeit um Patrik Heene und seinen Begleitern die Technik der Anlage zu erläutern und den Ausblick vom „Dach der Windkraftanlage“ genießen zu lassen.

Patrik Heene zeigte sich beeindruckt von der technischen Leistung und dem unternehmerischen Erfolg der Firma FWT. „Es macht Hoffnung, dass nach der Insolvenz der Fuhrländer AG ein weiteres international tätiges Unternehmen vom Westerwald aus modernste Technik liefert, wartet und fertigt.“

Viele Menschen in der Verbandsgemeinde Rennerod fragen nach der Zukunft der Windenergie-Technik im Hohen Westerwald. Die Meinungen sind sehr verschieden. Patrik Heene unterstützt den vernünftigen Kompromiss, der in der letzten Zeit zwischen den Ortsgemeinden, der Verbandsgemeinde und den Betreibern ausgehandelt wurde. Dieser Kompromiss verhindert einen Wildwuchs von vereinzelten Anlagen über die Verbandsgemeinde und sorgt für eine solidarische Nutzung der vorhandenen Flächen durch die Verbandsgemeinde und die Ortsgemeinden.
Patrik Heene sagte: „Ich habe Verständnis dafür, dass die Menschen nicht an jeder Ecke eine Windkraftanlage haben wollen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass diese Art der Energieerzeugung mit eine der saubersten und umweltfreundlichsten überhaupt ist. Außerdem sichert die moderne Technik, die weltweit vertrieben wird, heimische Arbeitsplätze.“

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Mit einem herzlichen „Danke“ verabschiedeten sich Patrik Heene und seine Begleiter, Michael Gräb, Hans-Jürgen Heene und Uwe Hermann, von Bernd Gieseler und Dieter Lahr. Es war ein sehr interessanter und spannender Firmenbesuch, der wieder einmal deutlich machte, welche Höchstleistungen heimische Unternehmen erbringen. Patrik Heene wünscht der Firma FWT Erfolg für die Zukunft – zum Wohl des Betriebs mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und zum Besten für die Region.

Bericht: Uwe Hermann

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