Gespräch Christliches Gästezentrum

Patrik Heene liegt die heimische Natur sehr am Herzen. Für ihren Erhalt und die verantwortungsvolle touristische Nutzung setzt er sich ein. „Das kommt unseren Bürgerinnen und Bürgern genauso zugute, wie unseren Gästen.“

Das Christliche Gästezentrum im Westerwald (ehemals Christliches Erholungsheim) in Rehe ist einer der größten touristischen Betriebe in Rheinland-Pfalz. Es gibt hier ca. dreißigtausend Übernachtungen pro Jahr. Bei voller Auslastung stehen dreihundert Betten zur Verfügung. Die Gäste werden von fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von denen zwanzig fest angestellt sind, betreut. Der kommissarische Leiter dieser Einrichtung Dr. Karl Claes begrüßte Patrik Heene und seine Begleiter bei Kaffee und Kuchen im wunderschönen „Café im Grünen“ bei strahlendem Sonnenschein.

erholungsheim1Von links: Dr. Karl Claes, Patrik Heene, Dorothe Ospald (Kandidatin für die VG-Ratswahl)

Er erzählte aus der Geschichte des Christlichen Gästezentrums. Die Einrichtung ist ein freies Werk, das heißt sie gehört zu keinem Dachverband. Nach dem Zweiten Weltkrieg kauften fünf Mitglieder der evangelisch freikirchlichen Gemeinde aus Rehe das ehemalige RAD-Gelände. Sie errichteten zunächst ein Kinderheim, in dem Kinder aus den zerbombten Großstädten sich erholen konnten. Später weitete sich die Arbeit aus und es entwickelte sich ein allgemeines Freizeitzentrum. In den fünfziger Jahren wurde eine Stiftung gegründet, die das Werk trägt. Die konkrete Arbeit wird geleitet von einem zwölfköpfigen Verwaltungsrat mit Vorstand und Geschäftsführer.

Der von Patrik Heene immer wieder betonte Mehrwert des Tourismus für die einheimische Bevölkerung wird gut deutlich am Schwimmbad, das zum Gästezentrum gehört. Das Schwimmbad wird nicht nur von den Gästen genutzt, sondern steht auch der Bevölkerung zur Verfügung. Es gibt öffentliche Schwimmzeiten und auch DLRG und hiesige Schulen nutzen das Bad.

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Herr Claes machte aber auch deutlich, mit welchen Schwierigkeiten das Gästezentrum immer wieder zu kämpfen hat. Nicht nur verschiedene Auflagen, wie Brandschutz, drehen an der Kostenschraube. Das Gästezentrum hat neben dem Hotel- und Freizeiten Betrieb eine weitere wichtige Aufgabe. Es dient sozialen Zwecken (Familienerholung, Jugendfreizeiten usw.) und besonders der Förderung des christlichen Glaubens. Um diese Ziele zu erreichen ist das Christliche Gästezentrum im Westerwald immer wieder auf Spenden angewiesen.

Patrik Heene erinnerte daran, dass der frühere Geschäftsführer Frey Vorsitzender des Tourismusverbands in der Verbandsgemeinde Rennerod gewesen ist und sich sehr engagiert für die touristische Arbeit in der Region eingesetzt hat. Er betonte, wie wichtig es sei, dass auch in Zukunft das Christliche Gästezentrum im Westerwald in dieser Arbeit vertreten ist und wahrgenommen wird.

Bericht: Uwe Hermann

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