Gespräch Firma Reuscher

„Es zeigt sich immer wieder, wie enorm wichtig eine gute Bildung und Erziehung ist!“ Dies stellte Patrik Heene im Gespräch mit Jochen Reuscher beim Besuch der Firma „Reuscher Tiefbau“ fest. Die Firma Reuscher bildet junge Menschen zum Straßenbauer, Kanalbauer und Baugeräteführer aus. Jochen Reuscher berichtete von verschiedenen Erfahrungen, guten wie schwierigen: „Wir müssen die jungen Leute formen: Es geht schon um so grundlegende Dinge wie Pünktlichkeit.“

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Die weitere Entwicklung der Schulen in der Verbandsgemeinde Rennerod, der Jugendpflege und der Zusammenarbeit aller Einrichtungen, Vereine und engagierter Einzelpersonen liegt Patrik Heene ganz besonders am Herzen. Er ist sich mit Jochen Reuscher einig, dass für unsere Kinder und Jugendlichen alles getan werden muss, was möglich ist. Dies ist eine Pflicht gegenüber den Menschen, aber auch eine Notwendigkeit für die heimischen Betriebe. Neben den klassischen Unterrichtsinhalten müssen die Schulen in Zukunft auch vermehrt auf Sozialverhalten, gesunde Ernährung, Umgang mit Finanzen und mit den modernen Medien achten.

Die Firma Reuscher beschäftigt 85 Mitarbeiter und wurde 1963 von Bernhard und Anna Reuscher gegründet. Im Jahr 1980 übernahmen ihre Söhne Edgar und Jochen Reuscher die Geschäftsführung.
Jochen Reuscher ist überzeugt davon, dass Wirtschaftlichkeit eines Betriebs letztlich nur über Kundenzufriedenheit erreicht werden kann. Das ist der selbstgesetzte Qualitätsmaßstab an dem sich die Firmenphilosophie orientiert.

Die Firma Reuscher blickt auch in die Zukunft und arbeitet an neuen Konzepten. So plant Jochen Reuscher in Kooperation mit dem Westerwaldkreisabfallwirtschaftsbetrieb eine Recyclinganlage für wiederverwertbaren Aushub in der Mülldeponie Rennerod. In dieser Recyclinganlage soll sortierfähiges Material gesiebt und gebrochen werden um es dann der Wiederverwertung zuzuführen.

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Patrik Heene im Gespräch mit Jochen Reuscher

Ein Problem, das von Jochen Reuscher angesprochen wurde, ist die starke Bürokratisierung und „Regelungswut“ in Deutschland. Ein Beispiel ist, dass in Rheinland-Pfalz bisher ein Fahrverbot für den Transport von Arbeitsmaschinen deren Fahrzeuge breiter als 2,55m sind zwischen 06.00 und 09.00 Uhr und zwischen 15.00 und 19.00 Uhr besteht. Es gibt andere Bundesländer in denen es keine Beschränkungen für solche Transporte gibt. Patrik Heene sagte zu, sich bei der Landesregierung einzusetzen, dass die Vorschriften vereinfacht und mit anderen Bundesländern harmonisiert werden. Dies wäre eine enorme Erleichterung für den Betriebsablauf.

In dem ausführlichen Gespräch wurden noch viele weitere Themen angesprochen. „Die vielen Firmengespräche, die wir in den letzten Wochen geführt haben, sind eine tolle Erfahrung. Das werde ich als Bürgermeister der Verbandsgemeinde auf jeden Fall fortführen.“ Patrik Heene bedankte sich bei Jochen Reuscher für das herzliche und offene Gespräch und für sein Engagement als Unternehmer in der Region.

Bericht: Uwe Hermann

 

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