Gespräch Firma Zoth

„Einmal Zothler, immer Zothler!“, so sagt man im Hohen Westerwald. Martina Zoth-Opolka, kaufmännische Geschäftsleitung, und Wolfgang Zoth, technische Geschäftsleitung, erläuterten Patrik Heene und seinen Begleitern, warum es für die Firma Zoth in Westernohe wichtig ist, dass dieser Spruch auch in Zukunft gilt. „Es gibt nichts Teureres, als eine hohe Fluktuation in der Belegschaft“, erklärte Wolfgang Zoth, deshalb sei die Firmenbindung ein wichtiges Gut für die Geschäftsleitung.

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Zwei Dinge spielen dafür ein besondere Rolle: 1. Die Bedeutung der Firma als zuverlässiger Arbeitgeber in der Region. 2. Die Ausbildung und Übernahme der eigenen Auszubildenden.

Kunden der Firma Zoth sind vor allem viele große Firmen, Behörden und Kommunen. Es gibt Niederlassungen in Erfurt, Marburg und Ingelheim. In Höchst wird zurzeit gebaut. Insgesamt 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für den Betrieb tätig, davon 79 Auszubildende.

Die Bedeutung für den Hohen Westerwald wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass etwa 90 % der gesamten Belegschaft aus unserer Region kommen. Allein in der Zentrale in Westernohe sind 110 Menschen beschäftigt.

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Die Firma Zoth bietet vor allen Dingen Dienstleistungen – „individuelle Lösungen für Elektro, Metall und Technik“. „Um den Anforderungen dieses Marktes standzuhalten müssen wir unsere Belegschaft selbst ausbilden, damit wir auch in Zukunft die nötigen Facharbeiter haben“, so Martina Zoth-Opolka, „deshalb ist Ausbildung für uns so wichtig!“

Um dies zu gewährleisten, kooperiert die Firma Zoth unter anderem mit der Berufsschule in Westerburg. Es gibt zum Beispiel Zusatzkurse für besondere Schwächen der Auszubildenden, damit diese einen erfolgreichen Abschluss erreichen können. Besonders hervorgehoben wird auch die gute Zusammenarbeit mit der Realschule plus in Rennerod, hier vor allem mit dem JobFux. Patrik Heene sagte zu, sich für den Erhalt der JobFux-Stelle auch in Zukunft einzusetzen.

Über diese Bemühungen hinaus wird die Notwendigkeit gesehen, die schulische Bildung weiter zu verbessern, damit dem heimischen Arbeitsmarkt auch in den nächsten Jahren qualifizierte junge Leute zur Verfügung stehen. Ein wichtiger Baustein dafür ist die flächendeckende Einrichtung von Ganztagsschulen, für die Patrik Heene eintritt. Es ist besser, heute in die Jugend zu investieren, als später in aufwendige Nachbeschulung oder die jungen Menschen in die Arbeitslosigkeit zu entlassen.

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Von links: Michael Gräb, Ortsbürgermeister Homberg, Martina Zoth-Opolka, Geschäftsführerin, Raimund Scharwat, Bürgermeisterkandidat Stadt Rennerod, Hans-Jürgen Heene, Bürgermeister Stadt Rennerod, Wolfgang Zoth, Geschäftsführer, Patrik Heene, Bürgermeisterkandidat Verbandsgemeinde Rennerod

Die beiden Geschäftsführer berichteten auch von den Schwierigkeiten, die die Leitung eines Betriebes heute mit sich bringt. Die Anforderungen besonders bezüglich der Arbeitssicherheit, der technischen Dokumentation usw. steigen stetig. Auch die Frage nach schnellerem Internet für die Region ist bei der Firma Zoth ein Thema. Immer wieder begegnet dieses Anliegen Patrik Heene bei seinen Besuchen in den Betrieben und bei Bürgergesprächen. „Als Bürgermeister werde ich das Thema noch in diesem Jahr anpacken“, erklärte er und bedankte sich bei Martina Zoth-Opolka und Wolfgang Zoth für das vertrauensvolle Gespräch und die spannende Führung durch den Betrieb.

Bericht: Uwe Hermann

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